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Was ist Traktorpulling?

Tractorpulling in Deutschland

Tractorpulling wird in Deutschland seit den späten 70er Jahren betrieben. 1980 wurde die DTTO e.V. (Deutsche Trecker Treck Organisation e.V.) gegründet, um dem Sport nach amerikanischem Vorbild ein Sicherheitsreglement zu geben, welches sie in Zusammenarbeit mit dem Europäischen und dem amerikanischen Dachverband ständig weiter entwickelt.

Sie unterstützt Veranstalter bei der Planung und Durchführung von Tractorpulls nicht nur technisch und mit Personal, sondern sorgt auch für die Versicherungen der Fahrer und Zuschauer. Damit dieser Schutz gültig wird, muss ein Reglement eingehalten werden. So haben sich die Starter an verschiedene Sicherheitsbestimmungen und sogar Bauweisen ihrer Trecker zu halten.

Als Veranstalter ist man jedoch nicht gezwungen seinen Tractor Pull zusammen mit der DTTO zu organisieren und kann somit auch seine eigenen Regeln aufstellen. Es ist dann allerdings sehr schwierig einen Versicherungsschutz für die teilnehmenden Traktoren zu finden, da deren Haftpflichtversicherung in Deutschland den Betrieb auf Motorsportveranstaltungen ausschließt. Sollte sich ein Unfall ereignen, der durch die Sicherheitsstandards der DTTO verhindert worden wäre, so werden im Normalfall sowohl der Veranstalter als auch der Fahrer eines Unfallfahrzeuges wegen Fahrlässigkeit vom Staat zur Rechenschaft gezogen. Daher ist es notwendig ein sinnvolles und sicheres Regelwerk zu befolgen oder gleich mit entsprechenden Organisationen zusammenzuarbeiten.

 Fahrzeuge

Es existiert ein umfangreiches Regelwerk mit technischen Vorschriften, wie die Traktoren umgebaut, bzw. gebaut werden müssen, um regelkonform zu sein.[3] Bauvorschriften über die zu verwendenden Materialien und Schutzeinrichtungen für die Zuschauer an den Traktoren zählen zu den wichtigsten Bestandteilen des Reglements. Falls z.B. Schwungscheiben unter zu hoher Drehzahl bersten, könnten herumfliegende Metallsplitter tödliche Verletzungen verursachen. Eine wichtige Maßnahme für die Fahrer ist der Schutz des Traktors gegen Überschläge: Hierzu werden sogenannte Steigbegrenzer an Tragarmen eingesetzt, die den Traktor und seinen Piloten vor einem Überschlag schützen. Auch die Höhe des Einhängepunktes ist vorgeschrieben. Für Serienschlepper beträgt dieser 80 cm, für Wettkampftraktoren 50 cm. Eine Anhängung oberhalb des Achsmittelpunktes ist normalerweise aus Sicherheitsgründen verboten, wird aber auf vielen kleinen, nicht nach Reglement gefahrenen "Trecker Trecks" oft ignoriert, was oft zu gefährlichen Situationen für die Fahrer führt.

Ein weiteres Ziel beim Ziehen ist es, mit der Vorderachse des Treckers möglichst dicht über dem Boden zu bleiben. Mit dem richtigen Reifendruck und Zusatzgewichten gilt es, den Schlepper vor dem Start den Bahnverhältnissen entsprechend anzupassen. Die "Kunst" im Tractorpulling ist es, eine Wettkampfbahn im Voraus richtig einzuschätzen und den Traktor richtig abzustimmen.

Bremswagen

Der Bremswagen (in Holstein auch „Schleppwagen“ oder generell auch Bremsschlitten genannt) sorgt dafür, dass der Zugvorgang, je nach zurückgelegter Distanz, schwieriger wird und der Traktor an seine Grenzen geführt wird.

Der Bremswagen ist länglich in Fahrtrichtung und hat eine Hinterachse mit Rädern und vorne, anstelle einer Vorderachse, eine Gleitkufe.

Durch ein auf dem Bremswagen sich verschiebendes Gewicht, die sogenannte Back (niederl. Kiste), kann der Bremswagen seinen Zugwiderstand ändern. Die Back befindet sich am Start auf der Achse und wird zugstreckenabhängig, angetrieben von den Hinterrädern des Bremswagens, in Richtung Bremskufe bewegt. Dadurch erhöht sich die Reibung zum Boden und der Zugwiderstand des Bremswagens steigt stetig an.

Je nach Gewichtsklasse sind die Gewichte der Back sowie deren Vorschub einstellbar, sodass sowohl kleine als auch große Traktoren mit demselben Bremswagen fahren können. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit einen oder mehrere Dorne oder Stahlplatten hydraulisch in das Erdreich zu treiben, wodurch der Zugwiderstand ebenfalls steigt. Moderne Bremswagen verfügen zusätzlich noch über ein sogenanntes „Push-Down“-System, das ab einer vorher eingestellten Distanz über einen Hydraulikzylinder das Heck des Wagens anhebt, so dass alles Gewicht des Wagens auf die Bremskufe drückt. Dieses, bei den Teilnehmern ungeliebte und als „Anker“ benannte, System wird benutzt, um die Teilnehmer einer Klasse möglichst dicht zusammenzubringen und dem Zuschauer einen spannenden Wettkampf zu zeigen. Weiterhin ist der Push Down eine Sicherheitsfunktion, die es dem Bremswagenfahrer erlaubt, den Traktor innerhalb einer kurzen Distanz zu bremsen, sollte der Fahrer einmal die Kontrolle über sein Gefährt verlieren.

Bremswagen, die Wettkampfschlepper bremsen, müssen über umfangreiche Sicherheitseinrichtungen verfügen. U.a:

  • ein automatisches Überwachungssystem, welches bei Schäden im Antrieb des Bremswagens sofort den ziehenden Traktor abstellt und eine Vollbremsung auslöst
  • ein vom Bremswagenfahrer zu bedienendes Not-Aus System, welches über eine Reißleine den ziehenden Traktor sofort abstellen kann
  • eine sogenannte „Crashbox“ oder Stoßdämpfer, bzw. eine Kombination von beiden, die einen Aufprall der Back aus voller Geschwindigkeit in den Vorbau des Bremswagens abfangen können, so dass diese unter keinen Umständen in den ziehenden Traktor einschlagen kann
  • eine automatisch auslösende Backbremse
  • seitliche Steinfänger an der Bremswagenkufe

Weiterhin ist der Betrieb von Rutschkupplungen in Wettkampfbremswagen verboten.

Die Bahn

Ein Tractorpulling findet auf einer vorzugsweise lehmig-festen, ebenen Bahn von 80 bis 100 Metern Länge statt. Die Bahnen werden oftmals permanent für den Sport in speziellen Stadien angelegt. Berühmte, permanente Bahnen, bzw. Stadien befinden sich in Deutschland z.B. in

  • Hassmoor (Holstein)
  • Edewecht (Ammerland)
  • Füchtorf (Münsterland)
  • Krumbach (Allgäu)
  • Schlechtenwegen (Hessen)
  • Volkmarst (Niedersachsen)
  • Schlagresdorf (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Lengerich (Emsland)
  • Sonsbeck (Niederrhein)
  • Anholt (Niederrhein)
  • Seifertshofen (Ostalbkreis)

 

Klassen

Die Deutsche Meisterschaft wird von der DTTO e.V. in folgenden Klassen ausgefahren:

Garden Pulling:

  • Standard bis 350 kg
  • Standard bis 500 kg
  • Freie Klasse ("Modified") bis 500 kg
  • Kompakt Diesel bis 600 kg

Farm Pulling Serie:

  • Standard-Klasse bis 4500, 6000 und 8000 kg
  • Sport-Klasse bis 3500, 4500, 5500 und 6500 kg
  • Super-Sport Klasse bis 3600 kg

Die Einteilung der Bauernklassen in der Farm Pulling Serie ist dem Veranstalter überlassen und es wird keine DM gefahren.

Tractorpulling: (eventuell auch bald in Schlechtenwegen)

  • Freie Klasse bis 950, 2500, 3500 und 4500 kg (bis 2011 auch 5400 kg)
  • Pro-Stock-Klasse bis 3500 kg
  • Super-Stock-Klasse bis 3500 kg
  • Mini-Puller-Klasse bis 950 kg

Gewogen werden die Trecker jeweils vor dem Pull inkl. Fahrer und Kraftstoff.

 

 

Traktorpulling - was ist das? Erklärung eines Insiders:

„Hi,
Ich wollt euch erstmal meinen Sport näher bringen, und danach noch ein wenig drüber fachsimpeln oder so Natürlich zähle ich nur die Klassen auf in denen mit Diesel gefahren wird.

Trecker Treck, oder engl. Tractor Pulling, ist ein Zugkraftwettbewerb mit Traktoren. Es geht darum, den stärksten Traktor und geschicktesten Fahrer herauszufinden.

Auf einer 100 m langen und 10 m breiten Wettkampfpiste wird ein so genannter Bremswagen von den Teilnehmern möglichst weit gezogen. Ziel eines jeden Fahrers ist der "Full Pull", die Bewältigung der 100-m-Strecke. Schaffen mehrere Teilnehmer einen Full Pull, wird der Bremswagen schwerer gemacht und ein Stechen ausgefahren, bis der Sieger feststeht.

Damit dieses nicht ganz so einfach ist, hat der Bremswagen eine unangenehme Eigenschaft: Je weiter man ihn zieht, desto schwerer lässt er sich ziehen. Also ist der Tractor, der diesen Bremswagen am weitesten zieht, der stärkste und somit auch Sieger.

Was ist Traktorpulling?

Der Bremswagen hat vorne eine Kufe und hinten Räder. Wird der Bremswagen gezogen, läuft ein Ballastbehälter (Back), angetrieben von den Hinterrädern des Bremswagens, von der Startposition über den Rädern zur Endposition über der Kufe. Der Bremswagen verlagert also seinen Schwerpunkt von den Rädern auf die Kufe und erhöht somit seinen Zugwiderstand.

Die Position der Back während des Pull ist abhängig von der gezogenen Weite, also für jeden Teilnehmer gleich. Die Geschwindigkeit spielt also keine Rolle.

Nun zu den Klassen:

Zuerst haben wir da die Standard Klasse, die ich auch fahre. Die sollten vom Reglement eigentlich original sein. Geprüft wird ist die Drehzahl und das die Einspritzpumpe außen original ist, aber an der ein oder anderen Stelle wird etwas frisiert.

Eine Klasse höher ist nun die sog. Sport Klasse,

die dürfen auch max. 2700U/min machen, außerdem is die ESP limitiert (Bosch p Baureihe oder andere Reihenpumpen mit max. 13mm Elementen) ebenso ist max. ein Turbo erlaubt, das sollte für 500PS reichen, in extremen Fällen, wo viel Geld investiert wurde auch so 700PS. In dieser Klasse ist ein Luftmengenbegrenzer im Ansaugtrakt Pflicht!

Seit der Saison 2013 ist auch eine SuperSport Klasse mit dabei. In dieser Klasse wird ohne Luftmengenbegrenzer gefahren. Das bedeutet noch mehr Leistung und noch mehr Drehzahl für einen Sportklasse Schlepper.

Noch eine Klasse höher is die sog. Pro Stock Klasse,

die haben als einzige Leistungsberenzende Sache im Reglemt stehen, dass die nur einen Turbo und max. 8,3l Hubraum haben dürfen.

Europas bester Pro Stock hat lt. Aussage des Teams 2370ps (andere sagen grob als durchschnitt 1500PS) zur Kühlung der Ladeluft benutzen die Wasser, deswegen auch die Abgasfahnen.

Die nächste Klasse sind die sog. Super Stocks,

die dürfen max. 10,5l Hubraum haben und 4 Turbos in 3 Ladestufen, die sind dann bei bis zu 18 Bar LD (ja da wurde richtig gelesen!) als Diesel über 2500ps stark! (aber da auch Methanol als Treibstoff zugelassen ist werden die Diesel eigentlich seit ein paar Jahren nicht mehr weiter entwickelt da die Methanol Traktoren wesentlich mehr Leistung haben).

Danach kommt nur noch die Freie Klasse,

das sind Eigenbauten, die als Limit ein Punkte System haben man darf z.B. 80 Punkte haben und ein Diesel Motor über 20 l Hubraum mit Turbo hat 25 Punkte.
Doch auch in dieser Klasse sind Diesel seit ca. 1992 chancenlos gegen die Methanol Dragster v8 Motoren (auch mangels Motoren, doch seit ein paar Jahren kommt der Diesel so langsam wieder, seit man günstig Russische Transmesh v12 Motoren kaufen kann, die haben 38,88l Hubraum, sind aus Alu und haben nen guten 4 ventil Zylinderkopf, alles das haben die Russen schon in den 70ern gebaut^^


Zum Vergleich, die damaligen Diesel FK puller hatten alle Grauguss Motoren mit um 20l Hubraum.“

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